Der Heizwert ist je nach
Baumart (Nadel- oder Laubbäume) unterschiedlich hoch und liegt im Mittel
bei etwa 4,23 kWh/kg
lufttrockenem ( ca. 15 - 18 % Restfeuchte) Holz. 1 Ster oder Raummeter entspricht
einem Quader von je 1
Meter Kantenlänge (1x1x1mtr) aufgeschichtetem Holz und ist das übliche
Verkaufsmaß für Brennholz.
Da sich zwischen den aufgeschichteten Holzstücken verschieden
grosse Lufträume befinden,
entspricht das tatsächliche Volumen an massivem Holz nur ca. 0,7 - 0,8
m³. 1 Ster oder Raummeter
(Restfeuchte ca. 20 %) entspricht ca. 200 ltr. Heizöl EL oder 200 m³ Erdgas H.
Brennholz sollte in jedem
Fall nach seinem Volumen und nicht nach Gewicht gekauft werden.
Frisch geschlagenes Holz
enthält noch viel Wasser und ist dadurch zunächst schwerer. Nach der
Lufttrocknung sind
Gewichtsveränderungen bis zu 40 % keine Seltenheit. Das Volumen ändert sich
jedoch auch nach der
Lufttrocknung kaum (ca. 8-10%).
Frisches Holz ist wegen
des hohen Wassergehaltes als Brennstoff ungeeignet, es muss erst zur
Verbrennung aufbereitet
werden. Das geschieht durch Lufttrocknung, bei der das Holz entwässert
wird. Nach dem 1. Jahr
Lagerung bzw. Lufttrocknung sind noch ca. 20-25 % Restfeuchte im Holz
vorhanden. Mit dem bloßen
Auge ist die Restfeuchte allerdings nicht zu erkennen. Unser Holz ist gelagert und zu sofortigengebrauch geeignet. Wenn trockenes Brenholz beim Transport oder einlagern nass wird, hat das nur kurzfristige Folgen. Abgedekt und vor Regengeschützt trocknet es sofort wieder ab.
Die Verbrennung von Holz
geschieht im wesentlichen in zwei Phasen: Erstens der Erwärmung und
Trocknung und zweitens der
Entgasung durch thermische Zersetzung. Die durch die Rauchgase
oder Strahlung übertragene
Wärme erhöht die Temperatur des eingebrachten Holzgutes. Aufgrund
der Porigkeit erwärmt sich
dieses von aussen nach innen relativ gleichmässig, sodass die Restfeuchte
entzogen werden kann.
Durch diese Trocknung schwindet das Holz und am Rand kommt es zu
Rissen, die wiederum die
Trocknung des Kerns beschleunigen. Diese Rissbildung erkennen Sie
durch das typische
Prasseln, Knistern und Herausplatzen von Holzteilen (besonders bei
harzhaltigen
Nadelhözern!). Nach der Trocknung wird das Holz bei ca. 100 °C entgast, der im
Holz
gebundene Sauerstoffgehalt
(ca. 44%) entweicht und die festen Bestandteile des Holzes werden
verflüssigt und anschließend
verdampft. Nach Erreichen der Entzündungstemperatur von ca. 240 °
C setzt dann die
Flammenbildung ein. Das Holz wird nun immer weiter erwärmt, sodaß die
flüchtigen Bestandteile
bei ca. 800 °C völlig verbrannt sind. Die so entstandene glühende
Holzkohleschicht wird dann
durch die heissen Brenngase fast vollständig zersetzt. Dank dieser
guten Zersetzung liegt der
Aschegehalt auch nur bei ca. 1 % der Holzmasse.
Die
Asche enthält einen hohen Anteil an Kaliumcarbonat, besser bekannt als
Pottasche, diesich
sehr gut als Düngemittel im eigenen Garten verwerten läßt.
Brennstoffvorbereitung:
Beachten Sie, dass nur etwa unterarmstarkes Holz einen guten Ausbrand
hat. Auch Rundhölzer,
seien sie noch so klein, sind unbedingt zu spalten. Beachten Sie auch die
Grösse bzw. max. Länge der
Holzscheite, wie sie in Ihrer Heizanleitung stehen.
Anheizen:
Stellen Sie, soweit vorhanden, die Anheizklappe ganz auf. Schichten Sie
nun dünnes
Anfeuerholz locker in den
Feuerraum und zünden Sie es mit Hilfe von etwas Hobelspänen,
Holzwolle oder
Zeitungspapier an. Das funktioniert wunderbar, probieren Sie es einmal aus. Die
Feuerraumtür bleibt jetzt
noch geöffnet.
Dauerbrand:
Hat das Holz gut durch gezündet (Grundglut), können Sie nun die
eigentlichen
Holzstücke - wieder gut
geschichtet - einlegen. Die Feuerraumtür kann jetzt geschlossen werden.
Je nach Abbrandverhalten
des Holzes kann durch Drosseln oder Freigeben der Verbrennungsluft
die Feuerung beeinflusst
werden. Beachten Sie hierbei, daß die für die Holzverbrennung
notwendige
Verbrennungsluft erst gedrosselt wird, wenn nur noch Holzglut vorhanden ist.
Säuberung:
Wie bereits erwähnt, erzeugt Holz weniger als 1 Prozent Asche. Innerhalb
der
Heizperiode ist es jedoch
wichtig, je nach Benutzung, einige Male den Feuerraum von der Asche
zu befreien und zu
reinigen.
Besonders in der
Diskussion um die Reduzierung der CO2-Emissionen ist es wichtig, die
verschiedenen
Energieträger auf ihre "Ökologische Bilanz" hin zu untersuchen.
Betrachten wir
daher den Naturstoff Holz
einmal in seinem gesamten Kreislauf. Während des Wachstums
entnimmt die Pflanze
(Baum) dem Boden und der Luft die notwendigen Nährstoffe. So entzieht sie
dem Boden Wasser und
verschiedene Mineralien, der Luft das oft zitierte Kohlendioxid (CO2). Mit
Hilfe der Sonnenenergie
bzw. des Sonnenlichts werden diese Stoffe in einem komplizierten
chemischen Prozess
umgewandelt und die bekannten Produkte wie Zellulose und Lignin
aufgebaut. Durch die
Verbrennung der Holzsubstanz wird dieser Vorgang quasi umgekehrt, denn
es werden hierbei die
Bestandteile wie Wasser und CO² wieder abgegeben. Die Bilanz ist also
gegenüber anderen
Energieträgern im wesentlichen ausgeglichen. Es wäre allerdings vermessen
zu behaupten, daß Holz
ohne jedwede Rückstände verbrennen würde. Diese Emissionen werden
in der Hauptsache bei
einer unvollständigen Verbrennung, d.h. bei Verbrennungsluftmangel
verursacht, so daß z.B.
Teer, Glanzruß, Säuren und Kohlenmonoxid (CO) entstehen können - Auch
wenn das Holz im Wald verrottet, werden diese CO²-Mengen wieder an die Umweltabgegeben,
so daß Heizen mit Holz keine zusätzliche Belastung der Atmosphäre bedeutet.
Interessant ist in diesem
Zusammenhang auch, daß im Jahre 1999 der verfügbare Holzbestand nur
zur etwa 60 % genutzt
wurde! Und noch ein entscheidender Vorteil: Holz ist ein nachwachsender
Rohstoff und steht
praktisch vor unserer Haustüre. Eine nachhaltige Brennholz-Ernte ist dabei kein
Raubbau am Wald: ein
gepflegter, durchforsteter Wirtschaftswald ist viel gesünder als ein Urwald,
dessen Bäume im
Ausscheidungskampf untereinander stehen und in dem das Holz verfault.
Holz ist ein einheimischer
Rohstoff, der beim Brennholzkuli preisgünstig zu erwerben ist. Sie
können es problemlos
lagern. In der Zukunft ist bei fossilen Brennstoffen mit einer
deutlichen Preissteigerung
aufgrund der Verknappung zu rechnen, selbst optimistische Experten
rechnen damit, das in ca.
30 Jahren alle leicht verfügbaren Resourcen erschöpft sind. Der Preis für
Holz als nachwachsenden
Rohstoff wird wohl weiterhin an den erforderlichen Arbeitsaufwand zur
Gewinnung gekoppelt
bleiben - das war schon immer so. Zudem ist Holz eine krisensichere
Wärmequelle, denn ein
Kamin braucht keinen Strom - wenn Ihre Heizung mal im Winter ausfällt,
wird es am Kamin
gemütlich.
Darüber hinaus
praktizieren Sie beim Heizen mit Holz aktiven Umweltschutz, denn das bei der
Verbrennung frei werdende
Kohlendioxid würde auch bei der natürlichen Holzverrottung entstehen,
problematisch für das
Klima ist dagegen die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, weil hierbei in
Jahrmillionen
eingelagerter Kohlenstoff in einer erdgeschichtlich betrachtet minimalen
Periode von
wenigen hundert Jahren
gleichzeitig frei wird.
Dennoch sollte man auch
beim Heizen mit Holz auf gute Wirkungsgrade und geringe Emissionen
achten. Der alte offene
Kamin ist deshalb aus der Mode gekommen: Der Wirkungsgrad liegt hier
nur bei ca. 25 %, der Rest
geht zum Schornstein raus. Hinter einer Scheibe verbrennt das Holz
schadstoffarm und vor
allem langsamer - übliche Wirkungsgrade moderner Öfen und Heizeinsätze
liegen über 75 %. Über die
Zuluftregelung (Primärluft) kann die Verbrennung reguliert werden - je
langsamer, desto besser
ist der Wärmegewinn. Ein Teil der Frischluft wird an die Scheibe geführt,
um Rußablagerungen
freizuspülen und wegzubrennen.
Mehrere Kamine und Öfen
mit selbstschliessenden Türen können sich auch einen
einzigen Schornsteinzug
teilen, dies ist wegen der Brandgefahr bei offen Feuerstellen nicht möglich.
Holz verbrennt zu 80% als
Gas, demnach ist Holz eigentlich ein „gasförmiger“ Brennstoff.
Chemisch betrachtet, ist
die Holzverbrennung ein radikaler Vorgang, der eigentlich nur schwer zu
steuern ist. Bei der
Verbrennung unterscheidet man PRIMÄR- und SEKUNDÄRLUFT.
PRIMÄRLUFT wird
unmittelbar dem Verbrennungsort zugeführt. Die dort zugeführte Luft ist die SEKUNDÄRLUFT. Holz
verbrennt
in 3 Phasen:
TROCKNUNGSPHASE - ENTGASUNGSPHASE - OXIDATIONSPHASE Holz, das 2
Jahre getrocknet
wurde, hat den doppelten Heizwert wie frisch geschlagenes Holz aus dem Wal.
1. Voraussetzung ist, dass
Ihr Kaminofen fachgerecht installiert wurde und die Eignung Ihres
Schornsteins, die Brandschutzmaßnahmen (Sicherheitsabstände) sind die Verbrennungsluftversorgung
von dem zuständigen Kaminfeger positiv bewertet wurden. 2. Verbindungsstücke
sollten möglichst direkt steigend zum Schornstein geführt werden. 3. Entfernen Sie alle
Verpackungsaufkleber am Gerät und entnehmen Sie alle dem Ofen beigefügten
Schriften und Bedienhilfen
(z. B. Anleitung, Schürhaken, Handschuh) 4. Lesen Sie die beigefügten Anleitungen genau durch
und befolgen Sie die vom Hersteller angegebenen Richtlinien. 5. Beim
ersten Anheizen öffnen Sie
bitte alle Fenster im Aufstellraum, da die Schutzlackierung wegen
Nachtrocknung zu
Geruchsbelästigung führen kann. 6. Verwenden Sie nur trockenes Holz – am
besten eignet sich Buche.
1. Primär- und
Sekundärluft maximal öffnen! (Achten Sie auch darauf, dass die ggf. in
Ihrem Verbindungsstück
eingebaute Drosselklappe ganz geöffnet ist). 2. Zwei bis drei
Anzündwürfel auf den Rost
legen, darauf Reisig oder kleine Holzstücke legen. 3. Entzünden Sie die
Würfel und lehnen Sie die
Feuertür zunächst nur an (nicht ganz schließen), damit die Rauchgase
nicht gleich an der
Sichtscheibe kondensieren können. So vermeiden Sie, dass die Sichtscheibe
schnell beschlägt. 4.
Öffnen Sie beim Nachlegen von Brennstoff die relativ große Tür vorsichtig,
damit Sie nicht durch
Sog-Wirkung Rauchgase in den Wohnraum ziehen. 5. Legen Sie nur soviel
Brennstoff auf, wie in der
Bedienungsanleitung angegeben wird. 6. Hat Ihr Ofen Betriebstemperatur
erreicht, schließen Sie
die Primärluft stufenweise nur so weit, dass Sie noch „lebhafte Flammen“
beobachten können. 7. Es
wird empfohlen, die Sekundärluft ganz geöffnet zu lassen, damit
möglichst viel „Scheibenspülluft“
ein Beschlagen der Sichtscheibe verhindert. 8. Regeln Sie
möglichst Ihren
Wärmebedarf mit der Aufgabemenge des Brennstoffs. 9. Ein zu starker
Drosselbetrieb ist zu
vermeiden, da er zu unnötiger Umweltbelastung sowie zu starker
Verschmutzung des
Feuerraums, der Sichtscheibe und der Rauchgaszüge führt.
Um optimale
Verbrennungsergebnisse zu erzielen, muss
die Sekundärluft richtig
dosiert und dort zugeführt werden, wo eine hohe Umgebungstemperatur (>
500°C) vorhanden ist. Nur
dann ist eine einwandfreie Reaktion des Sauerstoffs mit den noch nicht
nachverbrannten Rauchgasen
möglich. (Oxidation) Die Brennräume sind daher mit Wehalite- oder
Skamolplatten ausgerüstet,
die den Brennraum so isolieren, dass während des fast gesamten
Brennvorganges die
notwendigen Temperaturen erreicht werden. Beide Werkstoffe bestehen aus
hochdruckgepresstem
Vermiculite, einem glimmerartigen Naturprodukt. Schamottplatten müssten
fast dreimal so dick
ausgelegt werden, um den gleichen Effekt zu erzielen. Durch die hohen
Temperaturen entstehen auf
den Oberflächen der Schutzplatten fast keine Russablagerungen.
Geringe Ablagerungen
brennen sich selbst wieder frei. Eine mechanische Reinigung ist nicht
notwendig und auch zu
vermeiden, da sonst Beschädigungen an der Oberfläche entstehen
können. Beim Beschicken
mit Brennstoff (Holzscheiten) ist darauf zu achten, dass die Holzscheite
nicht zu fest gegen die
Platten gestossen werden.
Kaminöfen sollten für den
jeweiligen Aufstellraum
keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Überdimensionierte
Geräte müssen ständig
gedrosselt werden und können dadurch nicht optimal ausbrennen. Folge
ist, dass die Sichtscheibe
beschlägt und alle rauchgasführenden Teile durch kondensierende
Rauchgase verteeren
können. Das Raumheizvermögen eines Kaminofens wird entsprechend DIN
18893 in 3 ver-schiedenen
Größen angegeben. Diese Angaben richten sich im Wesentlichen nach
der Lage des Wohnraums, in
dem der Kaminofen aufgestellt werden soll. 1. Günstigste
Heizbedingungen ergeben
Räume die nach Süden gerichtet sind und nur eine Aussenwand haben.
2. Weniger günstige
Heizbedingungen ergeben Räume mit nur einer Aussenwand, aber
unbeheizten Nebenräumen.
3. Ungünstige Heizbedingungen ergeben Räume mit 2 Aussenwänden
und Nordlage. Faustregel
ist etwa, dass Sie pro kW Nennwärmeleistung mindestens 15 - 20 m 3
Wohnraum beheizen können.
Viele Betreiber eines
Kaminofens sind mit ihrer
Feuerstätte eigentlich ganz zufrieden. Wenn der Ofen in Betrieb ist, gibt
er wunderbare Wärme ab und
das Holz knistert hinter der Scheibe. Doch leider kann man das
Feuer nicht sehen, da die
Scheibe immer schwarz wird. Das muss nicht unbedingt sein. Manchmal
reichen bereits einige
Tipps, um die Funktion eines Ofens zu verbessern.
VERSCHMUTZTE - SCHEIBEN: Ein häufiges Problem bei
Kaminöfen und bei Kaminen
mit Glastüren. Die Abgase
kondensieren an der (relativ) kalten Scheibe und schwärzen die innere
Oberfläche. Erste Regel:
Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand. Legen
Sie die Holzscheite immer
quer in den Ofen, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an den
Stirnseiten tritt das
meiste Holzgas aus!). Verwenden Sie nur trockenes unbehandeltes Holz
(keinen Holzabfall). Gut
konstruierte Feuerstätten verhindern die Schwärzung der Scheiben durch
geschickt vorgeheizte
Verbrennungsluft, die von innen an der Scheibe entlanggeführt wird
(Sekundärluft). Dieses
System funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die Primärluft (Luftführung
durch die Ascheschublade
bis unter die Flamme) weit gedrosselt oder ganz geschlossen wird. Die
Primärluft bleibt nur
während der Anheizphase geöffnet. Manchmal nützen auch diese Tipps nichts:
Dann ist Ihr Ofen entweder
undicht ("Falschluft" pfeift unkontrolliert durch Türen und
Ascheschublade in den
Brennraum) oder Ihr Ofen ist konstruktiv nicht mit einer funktionsfähigen
"Scheibenspülung"
ausgestattet: Sekundärluftschieber im Bereich des Scheibenrahmens lassen
nur kalte Luftschleier zur
Scheibe gelangen und halten die Scheibe meist nur stellenweise
durchsichtig. Es gibt auch
Öfen, an denen die Sekundärluft nicht geregelt werden kann. Hier hilft
nur eine Drosselklappe im
Abgasrohr, die bei zu starkem Schornsteinzug ein unkontrolliertes
Abbrennen des Brennstoffes
verhindert. Einige Ofen-Typen verzichten ganz auf eine
Sekundärluftregelung.
Diese Öfen sind für die Verbrennung von Holz kaum geeignet (eher für
Brikett und Steinkohle)
und werden i.d.R. auch nicht mit einer Glastür ausgestattet.
Für die Reinigung
verschmutzter Scheiben gibt es neben speziellen Produkten (Glasreiniger, teure
Spezialmittel) auch einige
"Hausfrauentipps". Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem
feuchten Tuch, das vorher
in Asche getunkt wurde, mühelos wieder säubern. Besonders
hartnäckige oder dicke
Teerschichten kann man mit einem Ceranfeld-Reiniger (Rasierklinge)
abkratzen. "Chemische
Keulen" können beim Einsprühen heruntertropfen und entweder an der
Lackierung des Ofenmantels
oder in den Fugen von Fliesen bleibende Spuren hinterlassen.
RAUCH - BEIM - NACHLEGEN - VON - HOLZ: Dieses
Problem tritt häufig bei
Kaminöfen mit großen
Türöffnungen auf. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss
der Schornstein plötzlich
die achtfache Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich
einen Unterdruck zu
erzeugen. Der Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen
ausreichenden Querschnitt
und genügend wirksame Höhe hat. Man sollte deshalb vor dem Kauf
eines Ofens vom Kaminfeger prüfen lassen, ob der Schornstein für einen Kaminofen mit
Panoramascheibe (freier
Querschnitt bei geöffneter Tür über 1200 cm 2 ) geeignet ist. Falls dies
nicht der Fall ist, kann
man auf Öfen mit geteilter oder kleinerer Tür ausweichen. Haben Sie bereits
den "verkehrten"
Ofen im Wohnzimmer stehen, helfen manchmal auch folgende Tricks: Prüfen Sie,
ob eine evtl. vorhandene
Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht.
Öffnen Sie die Tür erst
einen Spalt weit und warten ein paar Sekunden, dann die Tür ganz langsam
so weit wie nötig öffnen
und das Holz nachlegen. Legen Sie das Holz ganz nach hinten quer in den
Brennraum. Grundsätzlich
wirkt sich ein senkrechter Rauchgasabgang nach oben positiver auf die
Funktion eines Ofens aus
als ein Abgang nach hinten.
HOLZ - VERBRENNT - NICHT - VOLLSTÄNDIG: Nachdem
das Feuer erloschen
ist, befinden sich oft
noch unverbrannte Holzstückchen im Feuerraum. Hierfür gibt es zwei
Ursachen: Meistens war
das Brennholz nicht ganz durchgetrocknet, als es ins Feuer geworfen
wurde. Es verbrennt dann
nur der Teil, der direkt im Glutbett des vorhandenen Feuers gelegen hat.
Der Rest erlischt, sobald
die zusätzliche Wärmequelle versiegt (siehe auch Holzlagerung). Eine
weitere Ursache kann
entweder die Konstruktion der Feuerstätte oder eine Fehlbedienung sein:
Holz sollte bei der
Verbrennung möglichst keine Luft von unten (über den Rost) bekommen. Die
Holzstücke werden, sobald
sie direkt über dem Rost liegen, regelrecht weggebrannt. Die Enden
bleiben nachher
unverbrannt liegen. Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie beim
Lagerfeuer). Die
Verbrennungsluft kommt von oben und von den Seiten. Zum Anheizen muss man
üblicherweise Luft von
unten zugeben (Primärluft), damit das Holz anbrennt. Danach sollte man
möglichst schnell die
untere Luftzuführung schliessen und nur noch mit der Sekundärluft (Luft von
oben) regeln. Bei guten
Kaminöfen bleibt so auch die Scheibe sauber. Unser Tipp: Lassen Sie die
Holzreste in der
Feuerstätte liegen. Sie bilden üblicherweise ein optimales Glutbett für den
nächsten Heizvorgang.
SCHAMOTTSTEINE - GEBROCHEN: In der Schamottierung von Öfen
und Kaminen
bilden sich häufig dünne
Risse. Dies ist normal wenn man bedenkt, dass an den Schamottsteinen
Temperaturen von über
600°C entstehen können. Die hohen Temperaturen sorgen für optimale
Nachverbrennung der Abgase
und verhindern Kondensation und Teerbildung im Brennraum.
Kritisch wird es erst,
wenn sich Teile der Schamottierung herauslösen und in den Ofen fallen. Es
kann dann zu Schäden am
Mantel der Feuerstätte oder (bei Kaminen) zu übermässiger Erwärmung
der Gebäuderückwand kommen.